Und noch ein Nachtrag zum Thema Gewalt in der S-Bahn München: Die Notrufsäule, welche in der besagten Nacht am nächsten aufgestellt war - ist seit fünf Jahren außer Betrieb. Da fehlen mir eigentlich die Worte. Vorweg: Es hätte dem Opfer nichts gebracht, die Notrufe gingen via Handy bei der Polizei ein. Aber mal so rein prinzipiell......
Wer ab und an mit dem Zug unterwegs ist und des öfteren auch mal an einem Regional Bahnhof in Wartestellung war, dem dürfte der seit Jahrzehnten fortschreitende Verfall der "Ausstattung" nicht entgangen sein. Aufgrund moderner Technik und Kosteneinsparung verweisen die kleinen Bunker, in denen früher Personal saß und Tickets verkaufte bzw. Fahrplanauskünfte gab. Automaten und Pläne ersetzen solche antiquierten Angestellten Verhältnisse. Also ist Einsamkeit angesagt, insbesondere das warten auf die letzten Züge gegen 1 Uhr Nachts verbringt man alleine auf dem Bahnsteig. Wann immer ich jedoch so eine Notrufsäule sah, überkam mich ein Gefühl der Sicherheit. Es ist eben einfach ein guter Gedanke zu wissen das WENN hier einer ein Problem hat - die Notrufsäule ein verlässlicher und schneller Rettungsanker darstellt.
In diesem Fall war es nicht der Verfall, sonder ein vertragliches Problem zwischen der Deutschen Bahn und dem Betreiber BOB - Bayerische Oberlandbahn. Der BOB Chef Heino Seeger hofft nun, das die Säule bis 2010 in Betrieb gehe. Na dann wünschen wir viel Erfolg bei den Vertragsverhandlungen.
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